Mardermolch

14. Juni 2015
engel

Die Grenzweltsaga

Die Grenzweltsaga (Arbeitstitel) ist mein neues Buchprojekt. Die Saga erzählt die Geschichte der Grenzwelt, einer Welt in der alle spirituellen Thesen, welche die Menschen je ersonnen haben, Naturgesetze sind. Einer Welt, in der Engel und Dämonen leben und allesamt ganz eigene Ziele und Pläne verfolgen. Und nicht alle sind den Menschen gewogen. Emanuel ist einer der beiden Protagonistin dieser Geschichte und gerät gleich zu Beginn zwischen die Fronten eines Krieges, dessen Auswirkungen auf die Menschheit er anfangs nicht einmal erahnen kann...
10. Juni 2015
Brainpolder-Kulturtage-3

Nix los hier.

Bad Feilnbachs Herz schlug nicht nach dem Puls der Zeit. Seinen Venen fehlte eine sauber definierte Gegenwart, und so mäanderte es irgendwo zwischen Vergangenheit und Zukunft dahin, stets unentschlossen, ob nun Fort- oder Rückschritt die bessere Alternative war. Vielleicht lag genau in dieser Ambivalenz Bad Feilnbachs Charme verborgen. Von seinem Standort irgendwo zwischen München und Österreich, zwischen Kur und Gewerbe, Brauchtum und Wellness-Oase lauschte der kleine Ort den verlockenden Reizen der Zukunft, behielt aber vorsichtshalber immer mindestens einen Fuß in der Vergangenheit, deren fester Boden Sicherheit und Ruhe versprach.
28. Mai 2015
leia4

Spirituell mit Hamster.

Ich lebe in einer Beziehung. Mit Leia. Leia hat schöne, rote Haare, ein paar Gramm zu viel auf den Rippen und immer kalte Füße. Sie verschläft den ganzen Tag, ich muss also kein schlechtes Gewissen haben wenn ich tagsüber arbeite und sie alleine lasse. Abends wacht sie auf, reckt und streckt sich erst einmal genüsslich und gähnt herzhaft. Und dann möchte sie Aufmerksamkeit. Sie ist so planbar, wie ein Hamster eben sein kann. Stellt keine Ansprüche, so lange immer genug zu fressen da ist und sie ihre Streicheleinheiten bekommt. Ich wusste bis dato nicht, dass Hamster auch kuscheln, Leia fordert das nachdrücklich ein, indem sie demonstrativ am Fenster ihres Terrariums hockt und mich mit ihren großen Knopfaugen anstiert. Ich kann mich unmöglich konzentrieren wenn sie das tut. Ich nehme sie dann heraus und wir schmusen. Ich wünschte, alle Frauen wären so einfach wie Leia. Und mit einfach meine ich in diesem Kontext einen Zustand der Klarheit: ich weiß genau was ich will. Und was mir zusteht.
1. Mai 2015
vietnam

Vietnam

Vietnam. Eine fixe Idee, in meiner Vorstellung das wildere Thailand. Mit Dschungeln, Flußdeltas, Reisfeldern, kanufahrenden Einheimischen mit konischen Strohhüten auf dem Kopf und Tempel voller Spiritualität und Wunder. Die Realität lacht über derartige Naivität und wenn ich doch eins auf meinen bisherigen Reisen durch Asien gelernt haben sollte: nichts ist dort so wie ich es mir erwartet habe. Nur anders. Same same but different. Weil ich in meinem Leben irgendwie immer wieder an einem Punkt angelange, von dem ich mir jedes Mal feierlich schwöre, dass ich dorthin nie wieder hin will, habe ich dieses mal immerhin den Mut und die nötige Konsequenz aufgebracht, um mich kurzzeitig aus dem Spiel zu nehmen. Das heißt in diesem Fall: 18 Tage Vietnam, ultraspontan, 5 Tage vor Abreise den Flug gebucht. Zusammen mit Fabrizio, dessen Seele die selben verschlungen Pfade wie die meine bewandert.
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