Siquijor

14. Oktober 2016
bohol-s

Der Abschied von der Ferkelhölle

Kinder, wie die Zeit verfliegt. Irgendwas muss ich da wohl durcheinandergebracht haben, denn ich dachte immer, wenn man kleinkindmäßig neue Eindrücke sammelt, dauern die Tage wieder ewig. Das Gegenteil scheint der Fall, die Wochen rasen dahin als flöhen sie, beispielsweise vor der leidigen Realität, dem Winter, dem Blues oder den balinesischen Moskitos. Fast 11 Wochen bin ich nun unterwegs und es fühlt sich immer noch an, als hätte ich gestern erst meinen Rucksack gepackt. Mittlerweile habe ich wieder das Archipel gewechselt, bin zurück auf Bali und das ist gut, das mulmige Gefühl in der Magengegend hat sich als unbegründet erwiesen.
20. September 2016
siquijor-s

Sin Cebu City, Rendevouz mit einem Walhai und die Insel der Geister.

Der Fahrer des Motorradtaxis grinste anzüglich als ich ihm mein Ziel nannte und fragte mich während der fünfzehnminütigen Fahrt mehrmals: „Wanna haf a filipin görl?“ und schnalzte mit der Zunge. Als er mich schließlich am Mango Square absetzte, stürzte sich sofort eine Rotte Filipinos auf mich, die mir „Sör, wann haf a filipin görl?“, oder „Sör! Wonna go tu Bikinibar?“ und „Sör, wonna bai samsing tu smook?“ zuriefen. Einer von ihnen erwies sich als besonders hartnäckig, stellte sich mir als Dennis vor, hatte ein herzliches Grinsen von einem Ohr zum anderen im Gesicht und mit seinem schiefen Baseball-Käppi reichte er mir vielleicht allenfalls zur Schulter.
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