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Supernatural

Gestern hatte mein liebes Schwesterherz Geburtstag und darum schreibe ich heute was über ihre Lieblings-Serie, nämlich Supernatural. Das schaut sie seit Beginn an, und fast ebensolange versucht sie schon, mir die Geschichte um die beiden dämonen- und geisterjagenden Brüder Sam und Dean schmackhaft zu machen. Irgendwann habe ich mir beim Media Markt mal die erste Staffel für 10 Euro mitgenommen, ihr zu Liebe angefangen und dann wieder abgebrochen. Als Fan von aufeinander aufbauenden Episoden war mir die erste Supernatural-Staffel mit ihren losen Geschichten zu fade.

Dann verging viel Zeit und immer wenn ich meiner Schwester von irgendeiner neuen Serie vorschwärmte, kam sie mir mit „ihrem“ Supernatural, das sei die beste Serie der Welt und überhaupt sei ich kein Kostverächter und Banause. Das ging dann schließlich so weit, dass sie mich überredet hat, die letzten beiden Folgen der ersten Staffel anzuschaun, nur damit ich dann in der zweiten einzusteigen konnte. Von da an, so versprach sie, würde alles besser werden. Nun, lange Rede kurzer Sinn: Derzeit bin ich mitten in der der vierten Staffel und schwer angefixt.
Tatsächlich zieht die Serie ab Hälfte der zweiten Staffel ordentlich an. Die sich langsam herauskristallisierende Geschichte um die Brüder Dean und Sam, von ihrem Vater zu Huntern, also Geisterjägern, ausgebildet wurden und einen Dämonen jagen, der deren beider Familie auf dem Gewissen hat und dabei mitten in einen Krieg zwischen Himmel und Hölle geraten, besitzt richtig Sogwirkung.
Manche der Folgen sind dabei derart gruselig und manchmal auch brutal, dass die dritte Staffel freiweg in Deutschland nur ab 18 Jahren freigegeben ist. Ich habe mir die zweite Staffel noch auf deutsch angesehen, die dritte und vierte hatte meine Schwester nur auf Englisch und dieses Mal tat ich mir wegen der ziemlich guten deutschen Synchronisation ziemlich schwer mit dem Umsteigen.
Den Charme von Supernatural macht vor allem das ungleiche Gebrüderpaar aus und der meist gelungene Mix aus ernsten/gruseligen Episoden und solchen der heiteren Sorte.
Neben Folgen, die selbst mir Albträume bereiten wie beispielsweise „The Kids are alright“ aus Staffel 3, in welcher die Kinder einer Vorstadtsiedlung entführt und gegen wirklich enorm unheimliche Dämonen, deren wahre Gestalt nur ihr Spiegelbild offenbart, ausgetauscht werden, gibt es auch immer wieder solche, die sich so gar nicht ernst nehmen. Da sei „Hollywood Babylon“ genannt, in deren mit zahllosen Zitaten auf neuere Horrorfilme vollgepackten Verlauf Sam und Dean ein Filmset von Geistern befreien (inklusive Anspielung auf Gilmore Girls, wo Jared Padalecki ja jahrelang mitgespielt hat), „A very supernatural Christmas“, eine Weihnachtsfolge, in der sich die beiden mit einem mordendem Krampus rumplagen müssen (mit ekeliger Fingernagel-Ausreiss-Szene) oder „Monster Movie“, eine komplett in schwarzweiß gedrehte Folge, die in einem amerikanischem Oktoberfest (!) spielt.
Allen Folgen ist aber gemein, dass sie vor meist liebevollen Anspielungen auf die Popkultur nur so strotzen. Ob das nun die Szene ist, in der Dean Sam, der gerade dabei ist, einen weinenden Geist zu trösten, darauf hinweißt, dass er solche Jobs lieber Melinda überlassen soll (womit er Jennifer Love Hewitt in Ghost Whisperer meint), Sprüche wie „So you guys are like Mulder and Scully or something? And the X-Files are real?“- „No, the X-Files is a TV-Show, this is real“ sind, man muss die beiden Brüder einfach mögen.

Aktuell sind wir derzeit bei Staffel 5, wegen der enormen Popularität ist eine sechste in Arbeit. Es wird sich zeigen, ob sich das Konzept, jede Folge ein anderes Viech, das zur Strecke gebracht werden will, vermischt mit der fortlaufenden Handlung, nicht irgendwann totläuft. Bis jetzt sehe ich da, mal abgesehen von ein paar Rohrkrepierer-Folgen und sich wiederholenden Schema F’s (mittlerweile weiß ich schon anhand der Kameraführung wann wo ein Geist auftaucht) noch keine Gefahr.

Fazit: Wer Akte X mochte, dem sollte auch Supernatural gefallen. Nix für Hosenscheisser und Männer bekommen erst ab Staffel 3 ihre Eyecandies serviert, davor müssen sie sich meist mit (zumindest charismatischen) Kerlen begnügen. Spannend, modern und streckenweise auch höchst vergnüglich.

3 Kommentare

  1. Endlich mal ein Bericht über Supernatural! War schon lange überfällig. Vor allem kann ich mir jetzt ziemlich sicher das Geld für die 5. Staffel sparen. Denn die willst DU dir doch sicher zulegen, oder Brüderlein? ;-)

    @Bademeister:
    1. Ich bin nicht klein.
    2. Fürchten tut man sich nicht GERNE.
    3. Ich hab mich nicht gefürchtet.
    4. Na und!
    5. Ihr habt euch genauso gefürchtet, wolltet es nur nicht zugeben….

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