Um sich auf Super 8 einlassen zu können, muss man höchstwahrscheinlich Liebe für das gute alte Hollywoodkino eines Steven Spielberg oder George Lucas längst vergangener Tage aufbringen können. Sonst wird man mit dem klassisch-behäbig erzählten Jugendabenteuer wohl so schnell nicht warm. Da ist es unerheblich, dass der Film mit einer der spektakulärsten Zugentgleisungen der Filmgeschichte oder einem sehr ordentlich getrickstem Monster aufwarten kann, im Kern ist Super 8 die Geschichte einer Gruppe Freunde, das (lokale) Weltuntergangsszenario nur der Rahmen. Wenn man die erste Stunde durchhält und sich auf die Geschichte einlässt, merkt man erst am Ende (unbedingt den Abspann ansehen!) wie sehr man hineingezogen wurde in diese moderne und liebevolle Hommage an ein Kino vom Schlage eines E.T. oder Unheimliche Begegnung der dritten Art, das es heute in dieser Form kaum noch gibt.
