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Sex und Autos

Trotz Wiesn muss die Heimkinoanlage nicht darben, ich bin immer bestrebt, es ihr warm, trocken und gemütlich zu halten und füttere sie regelmäßig. Die Gute.

Black Swan (Bluray)
Den hab ich eigentlich schon vor über einem Monat gesehen, aber bisher vergessen, ihn in eines der Rezensionspakete aufzunehmen. Schade eigentlich, denn wie schon The Wrestler vom selben Regisseur faszinierte mich der Film durch seine Andersartigkeit. Beide Werke sind leise und trotz furiosen Ballett-/Wrestle-Szenen betulich, aber ungemein fesselnd inszeniert, so dass ich nach und nach immer intensiver in das Geschehen gezogen werde. Black Swan hat natürlich zusätzlich noch den Bonus, dass Mila Kunis mitspielt und Sex mit Natalie Portman hat. Allein das lohnt schon den Kauf.
4/5 (Kaufen)

Street Fighter – Die Legende der Chun-Li (DVD)
Ach. Ein Beuteschema-Heuler. Weil Kirsten „Lana“ Kreuk da die Hauptrolle hat, hab ich sie mir dann eben doch mal angetan, die jüngste Street Fighter-Verfilmung und ach, ich hätt’s sein lassen sollen. Was für eine elende Gurke. Die Figuren, die nur dem Namen nach dem Street Fighter-Universum zuzuordnen sind, keinesfalls jedoch optisch oder nach ihrem Background, schleichen durch eine nicht vorhandene Handlung, verprügeln sich noch unter Hercules- und Xena-Niveau und all das kommt so uninspiriert und fade daher, dass ich tatsächlich zweimal eingeschlafen bin und erst im dritten Anlauf das Ende erlebt habe. Vielleicht hätte es den Film gerettet, wenn alle Darsteller nackt gekämpft hätten, aber Kirsten Kreuk hat sich leider nicht ausgezogen.
1/5 (Kaufen)

Beastly (Bluray)
Und der zweite Beuteschema-Heuler. Dieses mal war Vanessa Hudgens schuld. Das kleine Luder. Alle High-School Musicals habe ich wegen ihr angeschaut, und mich auch nur wegen ihr durch die moderne Teenie-Schmonzetten-Variante von Die Schöne und das Biest gequält. Marke ‘schöner, innerlich hässlicher Kerl wird verflucht und verunstaltet, nur die Liebe einer Frau kann ihn zurückverwandeln’. Es ist natürlich von Anfang an klar, wie Beastly enden wird, und der Zuschauer wird auch nicht mit unnötigen Überraschungen und Wendungen belästigt. Dafür gefiel mir die Maske des „Biests“ wirklich gut und Vanessa Hudgens Figur ist in ihrem Surrealismus und ihrer Weltfremdheit sicherlich einer der besten Fantasy-Charaktere seit Gandalf im Herrn der Ringe.
2/5 (Kaufen)

Love & Other Drugs (Bluray)
Ganz schön viel Sex heute. Aber wir unterhalten uns eh viel zu selten über Sex hier. Dafür geschieht das in Love & Other Drugs zu genüge und besser noch, ganz hollywood-untypisch geht’s hier auch ordentlich zur Sache: Anne Hathaway und Jake Gyllenhaal treiben’s wie die Karnickel und scheinen jede Scham über Bord geworfen zu haben, was uns die süße Anne wie Gott sie schuf beschert. Ich dachte, das allein würde schon genügen, sich den Film anzusehen, aber da habe ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Was als bitterböse und streckenweise urkomsiche Komödie beginnt, in der ein junger und ambitionierter Verkäufer drückermäßig Medikamente zu verschachern sucht, bis er schließlich die Wunderpille Viagra in die Finger bekommt (der Film spielt zur Zeit dessen Einführung), macht anfangs großen Spaß, überrascht mit freizügigen Sexszenen und fährt dann schließlich mit Anlauf gegen die Wand, als die Moralkeule ausgepackt und der Komödien-Anteil über Bord geworfen wird. Denn natürlich hören Jake’s und Anne’s Figuren dann doch auf ihre Herzen und der Schluss gerät dadurch so unerträglich klischeehaft, dass ich mich zwangsweise gefragt habe, ob das tatsächlich das Ende jenes Films war, der da vor zwei Stunden so vielversprechend begonnen hat.
2/5 (Kaufen)

Fast & Furious (DVD)
Nachdem ich noch keinen einzigen der mittlerweile fünf Teile umfassenden Reihe des Fast and the Furious-Vehikels im Regal hatte, habe ich bei der kürzlich erschienenen Komplett-Box zugegriffen. Und da ich Teil 4 und 5 noch nicht kannte, dies damit nachgeholt. Nun ist es ja nicht so, dass die Filme um die Auto-Tuner-Bande zum Gipfel der anspruchsvollen Unterhaltung gezählt werden dürfen, aber Herrgott, hat denn irgendjemand schon einmal den Sinn der Eingangssequenz von Teil 4 hinterfragt? Da rauben die mit Autos einen Mega-Tank-Laster aus, aber anstatt das Gespann einfach anzuhalten, müssen die einzelnen Hänger bei voller Fahrt auf einer engen Bergstrasse unter lebensgefährlichen Umständen einer nach dem anderen abgehängt werden. Was natürlich katastrophal schief geht und in einer leidlich gut getricksten CGI-Explosion mündet. Und damit ist die Marschrichtung dann auch schon vorgegeben: eine strunzdumme und hanebüchene Handlung dient als Aufhänger für Action bis Tank und Testosteron-Blase platzen. Dazwischen immer wieder ultramännliche Sprüche von Muskelberg Vin Diesel, die ich nur im O-Ton aushalte, viel Geschwafel um Ehre und Freundschaft und die üblichen buddymovie-typischen Zerwürfnisse der Figuren. Ganz nett ist allerdings die serientypische Darstellung der Untergrund-Raser-Szene gelungen. Da trinken harte Typen ihr Bier so, als wäre die Flasche in der Hand festgeklebt, Frauen dienen nur dazu, leicht bekleidet auf den Schößen der Kerle zu sitzen oder sich gegenseitig zu küssen. Wenn’s das gäbe, ich würde mein Auto auch tunen.
2/5 (Kaufen)

Fast Five
Man sagt dem jüngsten Spross der Reihe ja nach, dass er es sogar mit dem ersten The Fast and the Furious aufnehmen kann und tatsächlich, in seinem drittem Anlauf gelingt Justin Lin tatsächlich ein Action-Film auf der Höhe der Zeit, der sich in eine Reihe mit Popcorn-Meisterwerken wie Bad Boys II und Stirb Langsam 4.0 stellen darf. Endlich ist jeglicher Ballast über Bord geworfen worden, die überzogenen-furiosen Action-Sequenzen sind zum ironischen Stilmittel avanciert, die Gang ist wieder komplett und da Paul Walker’s Figur nun auf der selben Seite steht wie die von Vin Diesel, gibt’s erstmalig keinen Bruch und keine Schlägerei zwischen den beiden, sie haben sich jetzt ganz doll lieb. Dafür bekommt Toretto (wer sich wohl diesen Namen ausgedacht hat?) einen würdigen neuen Gegenspieler serviert, den dauerschwitzenden Muskelberg Hobbs aka Dwayne „The Rock“ Johnson, der sich herrlich in das Universum einfügt und einen holen markigen Spruch nach dem anderem schmettern darf. Am Ende wirkt alles wie ein testosterongeschwängertes Buddymovie mit Ocean’s Eleven-Touch, dessen Schauwerte prima zu unterhalten wissen und der Nachspann deutet mit einem Auftritt des Edel-Rasse-Weibs Eva Mendes dann schon mal ganz frech die Ankunft eines sechsten Teils an, welcher, wenn er denn so wird wie Fast 5, bestimmt nicht verkehrt wird.
4/5 (Kaufen)

2 Kommentare

  1. Wenn man sich Deine durchschnittliche Bewertung ansieht (2,67 von 5), dann denk ich mir, daß es garned so schlecht ist, wenn ich ned viel Zeit zum Filme anschaun hab. ;)

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