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	<title>Der Mardermolch: Bad Feilnbachs erstes Weblog, Infos, Geschichten und Satire rund um Feilnbach</title>
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	<description>Der Mardermolch: Bad Feilnbachs erstes Weblog, Infos, Geschichten und Satire rund um Feilnbach</description>
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		<title>Facebook-Typen</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 09:58:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Facebook]]></category>

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		<description><![CDATA[Bildquelle Facebook ist ein Phänomen für sich. Mein tiefer Respekt jedem, der sich der Sucht bislang erfolgreich verweigert hat. Für alle anderen, aus welchen Gründen auch immer abhängigen Facebookianer, habe ich mich hingesetzt, und die typischen Facebook-User in eine gänzlich &#8230; <a href="http://www.mardermolch.de/facebook/facebook-typen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.mardermolch.de/wp-content/uploads/facebook-friendship-map-640x318.jpg" alt="" title="facebook-friendship-map" width="640" height="318" class="alignnone size-medium wp-image-4521" /><br />
<small><a target="_blank" href="http://www.gizmodo.de/2010/12/14/facebook-kann-so-schon-sein.html">Bildquelle</a></small></p>
<p><em>Facebook </em>ist ein Phänomen für sich. Mein tiefer Respekt jedem, der sich der Sucht bislang erfolgreich verweigert hat. Für alle anderen, aus welchen Gründen auch immer abhängigen Facebookianer, habe ich mich hingesetzt, und die <strong>typischen</strong> <em>Facebook</em>-User in eine gänzlich subjektive (und hochgradig ironische) Kategorisierung eingeordnet. </p>
<h2>Die gelangweilte Hausfrau </h2>
<p><strong>Die gelangweilte Hausfrau</strong> hat in <em>Facebook </em>ein Ventil entdeckt, der Welt all das mitzuteilen, was bisher niemanden interessiert hat und auch jetzt noch niemanden interessiert, aber hier können ihre Zuleser ja nicht abhauen (die Funktion, die Beiträge anderer auszublenden, kennt sie gottseidank nicht). Typische Statusmeldungen beginnen meist mit &#8220;Ab zum&#8230;&#8221; plus einer Tätigkeit ala Putzen/Kochen/Schlafen/Steckrübenkaufen. Und das Interessante: Es findet sich immer irgendein Depp, der sich verpflichtet fühlt, auf &#8220;Gefällt mir&#8221; zu klicken oder der sich zu einem Kommentar hinreissen lässt, der meist zwangsläufig auch noch länger als die ganze Statusmeldung ist.<br />
Gerne nutzt der Typ <strong>Gelangweilte Hausfrau</strong> <em>Facebook </em>auch, um seinen Weltschmerz zu teilen. Er schreibt dann Dinge wie &#8220;grrrrrrrr..kotzt mich alles nur an..&#8221;, und auch hier findet sich sonderbarerweise immer wer, der darauf mit einem &#8220;Was los, Süße, erzähl&#8221; antwortet. </p>
<h2>Das Girlie </h2>
<p><strong>Das Girlie</strong> hat zunächst einmal alle übelzt liep. Man findet es in allen sozialen Netzwerken, in der Regel handelt es sich um kleine Mädchen zwischen 10 und 18, die gerade das Internet für sich entdecken und es für ein riesiges öffentliches Tagebuch halten. Meist hat das Girlie ein Foto-Album, das &#8220;Beste Zeit&#8221; heißt und dorthinein lädt sie ihren gesamten Fotospeicher, wobei jedes Foto, das eine ihrer Freundinnen zeigt, mit <i>übelzt liep</i>-Bekundungen untertitelt wird.<br />
Die typische Status-Meldung des <strong>Girlies</strong> lautet &#8220;Lisa und Burgi, saugeil wars hab euch üüübelzzt liiiep!!!!!!! : D&#8221; und ist eine Kampfansage an deutsche Grammatik und Orthographie. </p>
<h2>Der Reserve-Philosoph </h2>
<p>Der <strong>Reserve-Philosoph</strong> zeichnet sich dadurch aus, dass er die Eigenleistung bei der Erstellung seiner Statusmeldungen darauf reduziert, irgendwo im Internet einen seiner Meinung nach originellen Spruch zu kopieren, und (natürlich ohne Quellenangabe) in seine Status-Zeile einzufügen. Meist treibt ihn ein böser Weltschmerz um und rückt ihn in nahe Verwandtschaft mit der <strong>Gelangweilten Hausfrau</strong>. Eigentlich möchte er nur lieb gehabt werden und in den Kommentaren das bestätigt haben.</p>
<h2>Die Spielerin </h2>
<p><strong>Die Spielerin</strong> ist nur bei <em>Facebook </em>angemeldet, um sich die Zeit mit den zahlreichen <em>Facebook</em>-Spielchen wie Farmville und Co. zu vertreiben. Sie nimmt an der öffentlichen Diskussion nur in Form verlorener Schafe und Rinder, als auch dem Betteln um irgendwelche Rohstoffe teil. Zirka alle zwei Tage erfährt der geneigte Leser, dass sie wieder ein neues Spiel ausprobiert hat, den Rest der Zeit ist es still um sie. </p>
<p>Eine Unterart der <strong>Spielerin</strong> ist die <strong>Glücksnuss</strong>. Sie befragt nach dem Aufstehen erst mal 10 verschiedene Horoskope, wie ihr Tag wird, wann sie das nächste Mal Sex hat und wie heiß sie ist. </p>
<h2>Die Marketerin </h2>
<p><strong>Die Marketerin</strong> entdeckt <em>Facebook </em>gerade für sich, weil es ihr auf dem letzten Social-Networking-Seminar als Kundengewinnungs-Tool des 21sten Jahrhunderts angepriesen wurde. Sie hat zwar keine Ahnung, was sie macht, dafür aber viele teure Bücher zum Thema, die ihr das Denken abnehmen. Als erstes versucht sie, 3000 Freunde zu sammeln, und die dann mit einer Mischung aus bemüht privaten Statusmeldungen, in denen sie ihr Frühstück/Mittagessen/Eis fotografiert oder mitteilt, auf welches hippe Netzwerker-Treffen sie nun wieder pilgert, und Schleichwerbung für ihr wie auch immer geartetes Gewerbe/Veranstaltungen/Partner-Webseiten zu unterhalten. </p>
<h2>Der Poser </h2>
<p><strong>Der Poser</strong> nutzt <em>Facebook </em>vor allem, um ausschweifend von seiner furchtbar wichtigen Arbeit oder von seinem spektakulärem, einzigartigem Hobby oder der supidupi-tollen Party am vergangenem Wochenende zu berichten. Er veröffentlicht Fotos seines letzten Shootings mit einer Krautrübe, schreibt irgendeinen Kauderwelsch über sein(en) Motorrad/Auto/Bagger/(Feuerwehr/Wasserwacht/Notarzt-)Einsatz/Szenen-Lokal-Tour, den oder die garantiert kein Außenstehender versteht. Gerne nutzt der Poser <em>Facebook </em>auch, um wenigstens ein paar Leute auf seine außerhalb des Netzwerks stattfindenden Ersatzbefriedigungen wie Weblogs, Fototauschbörsen etc. aufmerksam zu machen. Seine typische Statusmeldung lautet: &#8220;Das Konzert/Das Besäufnis gestern war saugeil&#8221; (natürlich ohne zu begründen, warum), alternativ postet er Fotos neuster Errungenschaften oder Links &#8220;nach draußen&#8221;. </p>
<p>Eine Unterart des Posers ist der <strong>Video-Linker</strong>, der größteneils unkommentiert Youtube-Videos von lustigen Ereignissen oder auch Musikvideos postet, um damit aller Welt mitzuteilen, was für einen schrecklich individuell-innovativen Geschmack er hat. </p>
<p><strong><b>Nachtrag Mai 2012:</b></strong></p>
<h2>Der Herumtreiber</h2>
<p><strong>Der Herumtreiber</strong> ist auch in freier Wildbahn zu erkennen. Das sind jene Mitmenschen, die auch in Restaurants und Biergärten ständig ihr Smartphone in den Griffeln haben um ihren Freunden immer ihren aktuellen Aufenthaltsort mitzuteilen. Kaum denkbar, wie das vor <em>Facebook</em> funktioniert haben mag: da hätte man ja immer alle seine Freunde anrufen müssen um denen zu erzählen, dass man jetzt schnell zum Mc Donalds fährt. Oder seinem gesamten Telefonbuch per SMS mitteilen, dass man im Wartezimmer beim Urologen sitzt. Ziel ist es natürlich, seine Aufenthaltsorte möglichst spektakulär zu halten. „Schorsch ist hier: Seehofers Facebook-Party im P1“ oder „Maria und 10 hippe Freunde sind hier: mit dem Mountenbike auf dem K2“. In der Praxis reicht&#8217;s dann üblicherweise nur für den örtlichen Minigolfplatz oder das Wirtshaus um&#8217;s Eck.<br />
 </p>
<h2>Der S(c)hopus.</h2>
<p>Der <strong>S(c)hopus</strong> nutzt <em>Facebook</em> überwiegend, um seine Einkäufe seinen Freunden zu präsentieren. In der Regel tut er das in der Absicht, die Kaufreue in den Griff zu kriegen oder um mitzuteilen, was für ein Hecht er ist, weil es ihm gelungen ist, völlig überteuerte Fußballkarten oder irgendein unnötiges Gadget (Saugroboter, Designer-Hömoridenring, solarbetriebenen Spargelschäler, etc.) zu ergattern. Die üblichen Kommentare darauf lauten: &#8220;oh!!!! will auch!!&#8221; oder &#8220;geiiiil, bin neidisch&#8221;.<br />
 </p>
<h2>Der Aufmerksamkeits-Angler</h2>
<p><strong>Der Aufmerksamkeits-Angler </strong>(neudeutsch: Attention Fisher) ballert gerne kryptische Halbsätze raus, die möglichst nichts über ihren Sinn verraten, ohne dass jemand explizit nachfrägt. Statusmeldungen wie &#8220;Bald ist es soweit!&#8221; oder &#8220;Von jetzt an geht es bergauf!&#8221; sind typisch für ihn. Praktisch für ihn findet sich immer irgend ein Neugierbatz, der sich das unvermeidbare &#8220;was los?&#8221; nicht verkneifen kann, was dem <strong>Aufmerksamkeits-Angler</strong> dann erst die eigentliche Mitteilung entlockt. Was Der <strong>Aufmerksamkeits-Angler</strong> gar nicht mag, sind Kommentare, die nicht auf die Enthüllung der eigentlichen Meldung abzielen, sondern geeignet sind, den Erststatus ins Lächerliche zu ziehen:<br />
 <strong>Aufmerksamkeits-Angler:</strong> &#8220;Oh weh, was soll ich nur tun?&#8221;<br />
<strong>Böser Kommentator:</strong> &#8220;Das Fruchtwasser nicht auflecken. Ruhe bewahren. Die Unterhose wechseln.&#8221;<br />
 <br />
 <br />
<h2>Der Rest</h2>
<p>Weil sich von obigen Typen bestimmt keiner angesprochen fühlt, zählen wir wohl alle zum Rest. Also zu denen, die Facebook nur gelegentlich nutzen, wenn sie auch was zu sagen haben, das in eine nette Statusmeldung verpacken in der es nicht mehr Ausrufezeichen als Buchstaben gibt, die sämtliche Anwendungen ausgeblendet haben, Videos und Links nur dann posten, wenn sie etwas dazu zu erzählen wissen und deren Kommentare stets pointiert, sinnlos lustig oder geistreich sind. Deshalb macht uns <em>Facebook</em> ja auch so viel Spaß.</p>
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		<title>Das Jenbachtal im Mai</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 12:24:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos und Co.]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele neue Bilder, drüben im Jenbachtal! Husch!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele neue Bilder, <a href="http://www.jenbachtal.de" target="_blank">drüben im Jenbachtal! Husch!</a></p>
<p><a href="http://www.jenbachtal.de" target="_blank"><img src="http://www.mardermolch.de/wp-content/uploads/jenbachtalMai12.jpg" alt="" title="jenbachtalMai12" width="640" height="325" class="alignnone size-full wp-image-5786" /></a></p>
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		<title>Ein offener Brief an den Fußball.</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 21:35:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Schlimmes]]></category>

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		<description><![CDATA[Lieber Fußball, wir leben nun schon so lange nebeneinander her, ich finde, die Zeit ist gekommen, dass ich mich &#8216;mal bei Dir melde, und ich tue das in Form eines offenen Briefes. Du begeisterst ja bekanntlich unzählige Menschen. Nur bei &#8230; <a href="http://www.mardermolch.de/erkenntnisse/ein-offener-brief-an-den-fusball/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Fußball,</p>
<p>wir leben nun schon so lange nebeneinander her, ich finde, die Zeit ist gekommen, dass ich mich &#8216;mal bei Dir melde, und ich tue das in Form eines offenen Briefes.<br />
Du begeisterst ja bekanntlich unzählige Menschen. Nur bei mir ist Dir das aus irgendwelchen Gründen nie gelungen. Dabei ist es nicht so, dass ich es nie mit Dir versucht hätte. Früher habe ich sogar ein paar Jahre selbst mit Dir gespielt!<br />
Aber ich tauge wohl nicht für diesen Sport, vorrangig lag&#8217;s wohl daran, dass ich irgendwann nicht mehr hinfallen wollte, weil ich die Angst nicht los wurde, in einem der <a href="http://4.bp.blogspot.com/_eWZPcP0HR8Q/S7n0C05p5AI/AAAAAAAAAR4/PwmRc55IAiU/s1600/Neuer_spuckt_DW_Spo_425170g.jpg" target="_blank">Auswürfe meiner Mit- und Gegenspieler</a> zu landen, welche diese immer so gerne und großzügig auf dem Spielfeld verteilen. Ich kann das übrigens heute noch nicht und schlucke das Zeug immer &#8216;runter, aber das nur am Rande.<br />
Dabei verstehe ich die, die aktiv mit Dir spielen immer noch besser als jene, die Dir nur dabei zusehen. Es gibt ja Leute, die richten ihr gesamtes soziales Leben nach Dir aus und die verhalten sich dann in der Regel so wie die Raucher: die tun so, als würden sie niemanden belästigen und reagieren verschnupft, wenn man ihnen das dann doch mal vorwirft. Okay, Raucher sind einfach nur so doof wenn sie dafür, dass sie stinken, frieren und sich selbst verstümmeln auch noch Geld ausgeben, aber, Moment&#8230;, ich bekomme die Kurve weg von den Fußball-Fans nichts. Ich versuch&#8217;s anders. In einer anregenden Diskussion mit einem guten Freund über Dich, lieber Fußball, sind wir zum Schluss gekommen, dass es eigentlich nur zwei Gründe gibt, Dich toll zu finden. Der erste ist Stolz, beziehungsweise Zugehörigkeitsgefühl. Da wir verkappten Rudeltiere nicht mehr nackt und in Herden über die Wiesen flitzen können und uns dabei der Wind durch den Schritt weht, leben einige Menschen diese Urinstinkte vielleicht aus, indem sie sich für Dich begeistern und es toll finden, wenn ihre favorisierte Mannschaft gewinnt. Quasi als Ersatz für die eigene Anstrengung und das verlorene Rudel-Dasein. Und so neidig vor allem wir Deutschen sonst auf alles und jeden reagieren, der erfolgreicher als wir selbst sind, beim Fußball schaut die halbe Nation Menschen beim Noch-Reicher-Werden zu und findet das auch noch toll. Mit der gewaltigen Wirtschafts-Maschinerie im Hintergrund fange ich an dieser Stelle gar nicht erst an.<br />
Anders als bei einem begnadetem Musiker oder Schauspieler kann aber ein Fußballer doch eigentlich nichts. Oder fällt Dir spontan ein anderer Lebensbereich ein, in dem Dummheit so wenig Konsequenz hat? Nimm Dir doch mal als Beispiel ein beliebiges Fußballspiel. Der Schiedsrichter pfeift ein Foul. Und dann passiert ziemlich oft folgendes: der ermahnte Spieler beginnt, mit dem Schiri zu diskutieren. Im lustigsten Fall kassiert er dafür eine Karte. Und nun frage ich Dich, lieber Fußball: ist Dir auch nur eine einzige Situation bekannt, in welcher der Schiedsrichter einen Fehler eingestanden hat? Nur eine? Nein? Warum zum Henker tun Profispieler das immer und immer wieder? Ich mein&#8217; das ist doch deren verdammter Job! Die müssen das doch wissen! Aber nein, sie probieren&#8217;s immer und immer wieder und verbrennen sich dabei! Weißt Du lieber Fußball, was ich mit einem so hoch bezahlten Mitarbeiter in der freien Wirtschaft machen würde, wenn er immer und immer wieder den gleichen dummen Anfängerfehler macht<sup class='footnote'><a href='#fn-5775-1' id='fnref-5775-1'>1</a></sup>?<br />
Aber ich schweife ab. Ich erwähnte ja noch einen zweiten Grund, Dich toll zu finden: der, wenn ich an Deinem Erfolg partizipiere. Indem ich auf Dich gewettet habe. Oder mit Dir Geld verdiene, weil ich irgendwelches Merchandising verticke. Aber hey, ich kenne persönlich glaub&#8217; ich keinen, der mit Dir reich wird! Die meisten Leute, die Dich toll finden, verbrennen mit Dir Geld! Im Alten Rom war das Kolosseum mit seinen Gladiatorenkämpfen zur Volksbelustigung für die Bürger frei, für Dich als modernes Pendant zu Brot und Spielen müssen Deine Anhänger viel Geld ausgeben, um Dich überhaupt live sehen zu können! Und sie tun es auch noch freiwillig, mehr noch, sie nehmen an Verlosungen teil und freuen sich wie ein Schnitzel, wenn sie gewinnen und völlig überteuerte Karten für Dich KAUFEN dürfen! </p>
<p>Und dann ist da noch die andere Geschichte, die mit den Aggressionen. Ich bin ein friedliebender Mensch, das kannst Du mir gerne glauben. Drum tue ich mir um so härter mit dem Phänomen, dass Fußball-Fans sich immer gegenseitig angiften und beleidigen müssen. Die Sechz&#8217;ger mögen die Bayern nicht, keiner mag die Borussen und wenn Deutschland spielt, dann schreit immer einer für Brasilien oder den jeweiligen Gegner und pöbelt die anderen Fans an. Warum lieber Fußball, warum? Es ist ja nicht so, dass die Fans Einfluss auf das hätten, was ihre Mannschaften so treiben. Sie können als kleine Leute nichts bewirken, die Entscheidungen der Trainer nicht steuern, oder das Können der Spieler oder welcher Verein welchen Fußballer einkauft, beeinflussen. Und trotzdem verteidigen Fans ihren Verein mit Zähnen und schlechtem Deutsch als wäre es ihr eigener Sohn. Sei ehrlich, lieber Fußball, den Spielern und Vereinen ist es völlig egal, ob der Hans auf Facebook den Kurt eine rote Sau nennt, und der Kurt dann einen neudeutschen Shitstorm zurückschleudert! Aber wahrscheinlich hat auch das wieder etwas mit den Trieben und Instinkten zu tun.</p>
<p>Für manche bist Du, lieber Fußball, trotz all dem was ich aufgezeigt habe, wichtiger als Familie und Freunde. Obwohl es Dich gefühlt jeden zweiten Tag gibt, lassen Sie für Dich Hochzeiten, Geburtstage, einmalige, niemals wiederkehrende  Ereignisse sausen. Sie bezahlen Dich, ohne mehr dafür zu bekommen als ein zweifelhaftes Zugehörigkeitsgefühl zu einem florierendem Wirtschaftsunternehmen, ohne jedweden monetären Vorteil. Du bist Gesprächsthema Nummer eins vor und nach jedem Spiel und manche Deiner Fans kennen die Namen aller Spieler ihres Lieblingsvereins, wissen aber nicht, wer unser aktueller Ministerpräsident ist.<br />
Was verdammt ist es, lieber Fußball, was ich an Dir nicht verstehe? Was übersehe ich, wo ist mein Denkfehler? Warum kann man Dich nicht normal konsumieren, wie einen guten Kinofilm oder ein fein geschriebenes Buch, warum ist der Umgang mit Dir von unerklärlichen Extremen gezeichnet? </p>
<p>Ich freue mich auf Deine erleuchtende Antwort,<br />
Dein Andreas. </p>
<p>__________________________</p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-5775-1'>Danke Florian H. (=nicht gleich dem Kommentator), für die kleine Anekdote. ;- ) <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-5775-1'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
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		<title>Es frühlingt.</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 21:56:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos und Co.]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.mardermolch.de/wp-content/uploads/IMG_3553.jpg" alt="" title="IMG_3553" width="640" height="427" class="alignnone size-full wp-image-5770" /></p>
<p><img src="http://www.mardermolch.de/wp-content/uploads/IMG_3477.jpg" alt="" title="IMG_3477" width="640" height="960" class="alignnone size-full wp-image-5769" /></p>
<p><img src="http://www.mardermolch.de/wp-content/uploads/IMG_3845.jpg" alt="" title="IMG_3845" width="640" height="430" class="alignnone size-full wp-image-5772" /></p>
<p><img src="http://www.mardermolch.de/wp-content/uploads/IMG_3844.jpg" alt="" title="IMG_3844" width="640" height="427" class="alignnone size-full wp-image-5771" /></p>
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		<title>Das Ergebnis einer langweiligen Tagung.</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 21:45:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Raestl]]></category>

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		<description><![CDATA[Mal wieder ein Rästel&#8482;. Im Facebook hat&#8217;s der Maxi fast im Alleingang erraten, vielleicht mag sich der ein oder andere Molch-Leser auch dran versuchen: Welche sechs (berühmten) Filme habe ich da hin gekrizzelt?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal wieder ein Rästel&trade;. Im Facebook hat&#8217;s der Maxi fast im Alleingang erraten, vielleicht mag sich der ein oder andere Molch-Leser auch dran versuchen: Welche sechs (berühmten) Filme habe ich da hin gekrizzelt?</p>
<p><img src="http://www.mardermolch.de/wp-content/uploads/Tagung.jpg" alt="" title="Tagung" width="640" height="1081" class="alignnone size-full wp-image-5766" /></p>
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		<title>Nackte Popos schöner Frauen und Schlachtschiffe.</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 10:23:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[2012 soll eh die Welt untergehen, was schadet da also ein wenig Konsum. Krieg der Götter (Bluray) Der erste von zwei Filmen, in denen jeweils eine meiner Lieblingsschauspielerinnen ihren nackten Popo in die Kamera hält. Hier ist es der süße &#8230; <a href="http://www.mardermolch.de/rezensionen/nackte-popos-schoner-frauen-und-schlachtschiffe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2012 soll eh die Welt untergehen, was schadet da also ein wenig Konsum.</p>
<p><strong>Krieg der Götter (Bluray)</strong></p>
<p><img src="http://www.mardermolch.de/wp-content/uploads/goetter.jpg" alt="" title="goetter" width="640" height="295" class="alignnone size-full wp-image-5758" /></p>
<p>Der erste von zwei Filmen, in denen jeweils eine meiner Lieblingsschauspielerinnen ihren nackten Popo in die Kamera hält. Hier ist es der süße Hintern von Freida Pinto. Aber auch neben diesem offensichtlichem Vorzug hat Tarsem Singhs (<em>The Cell</em> und <em>The Fall</em>) <em>Krieg der Götter</em> einiges auf dem Kasten und ist seit langem mal wieder einer jener Filme, die mich richtig begeistert haben. Die Geschichte um einen Menschenkönig, der die Titanen befreit und dadurch besagten Krieg der Götter provoziert, kommt daher wie ein wuchtiger Mix aus <em>300</em> und <em>Kampf der Titanen</em>, ohne aber die Naivität der beiden zu übernehmen. Vielmehr ist <em>Krieg der Götter</em> eine eher unangepasste Parabel über Ethik und Rache und wartet vor allem gegen Ende mit einem solch derben Gewaltgrad auf, dass wohl nur die übertriebene Stilisierung den Film vor einer FSK18-Freigabe bewahrt hat.<br />
Ein faszinierendes Epos, das sich der geneigte Filmfan gehobenerer Kost auf keinen Fall entgehen lassen darf.<br />
<strong>5/5</strong></p>
<p><strong>Freunde mit gewissen Vorzügen (Bluray)</strong></p>
<p><img src="http://www.mardermolch.de/wp-content/uploads/Freunde.jpg" alt="" title="Freunde" width="640" height="637" class="alignnone size-full wp-image-5760" /></p>
<p>Und hier der zweite Popo-Film, dieses Mal gibt’s eine Rückenansicht von Mila Kunis zu bewundern. Darüber hinaus hatte ich mir von <em>Freunde mit gewissen Vorzügen</em> aber mehr versprochen. Klar, Mila Kunis gelingt es mühelos, sündiges Prachtweib und Kumpel in einer Figur zu vereinen und schafft damit so etwas wie den Prototyp der perfekten Freundin. Aber der Rest der seichten Komödie über eine Freundschaft zwischen Mann (Justin Timberlake) und Frau (Mila Kunis), die zwar miteinander schlafen, aber keine Gefühle entwickeln wollen, krankt an den üblichen RomCom-Problemen: Prüde Sexszenen, bei denen die Bettdecke verdächtigerweise immer so liegt, dass jedes den Amerikaner verstörende Geschlechtsteil züchtig verdeckt ist, es kommt zum obligatorischem Bruch im letzten Drittel und natürlich gibt’s ein schablonenhaftes Happy End. Sorry Mila, das taugt nur als seichtes Zwischendurchhäppchen.<br />
<strong>2/5</strong></p>
<p><strong>Battleship (Kino)</strong></p>
<p><img src="http://www.mardermolch.de/wp-content/uploads/battleship.jpg" alt="" title="battleship" width="640" height="327" class="alignnone size-full wp-image-5759" /></p>
<p><em>Battleship</em> hat alles, was ein zünftiger Sommerblockbuster braucht (auch wenn&#8217;s noch nicht Sommer ist): Brachiale Action mit schönen Darstellern in traumhafter Kulisse und mit ordentlich Bombast. Mit einer Story hält sich der Film dankenswerterweise gar nicht erst groß auf, da kommen halt so Aliens und wollen die Erde platt machen, Gott sei Dank gibt’s die heroischen Amis mitsamt einem Quoten-Japaner, die sich ihnen mit einer Kriegsflotte entgegen stellen. Kurioserweise dient als Grundlage für die Seeschlachten das in den USA recht erfolgreiche Brettspiel &#8216;Battleship&#8217;, eine Art aufgebohrte Variante des guten alten &#8216;Schiffe versenken&#8217;. Und das klappt erstaunlich gut, eine entsprechende Referenz an das Spiel fügt sich in einem originellem Storytwist nahtlos in den Film ein. Für meinen Geschmack passiert zwar in den Zerstörungsorgien teilweise zu vieles gleichzeitig auf der Leinwand so dass ich mehr als einmal gerne auf Pause gedrückt hätte, um mir alles in Ruhe ansehen zu können, das kann man dem Film allerdings nicht wirklich als Malus auslegen. Auch den vielbeworbenen Besetzungs-Coup mit Popsternchen Rihanna empfinde ich persönlich als heiße Luft, die zieht sich ja nicht einmal aus. Immer dann aber, wenn in <em>Battleship</em> der Soundtrack von Hollywood-Schwulst auf ACDC wechselt und unter Gitarrengeschrammel die Kanonenrohre glühen, der Film also nicht mal so tut, als würde er sich ernst nehmen (Stichwort: Reservisten), unterhält er ganz prima und schmeckt wie ein großer bunter ungesunder Eisbecher, im, na eben im Hochsommer.<br />
<strong>4/5</strong></p>
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		<title>Freunde wie wir.</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 13:58:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Schlimmes]]></category>

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		<description><![CDATA[Der deutsche Zoll und ich, wir pflegen eine heitere Beziehung. Und die geht so. Ich bestelle sporadisch was bei Online-Händlern, die keine Lust haben, Einfuhrsteuern zu löhnen. Also kleben sie auf ihre Pakete keine Rechnung aussen dran und geben die &#8230; <a href="http://www.mardermolch.de/erkenntnisse/freunde-wie-wir/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.mardermolch.de/wp-content/uploads/zoll.jpg" alt="" title="zoll" width="640" height="480" class="alignnone size-full wp-image-5752" /></p>
<p>Der deutsche Zoll und ich, wir pflegen eine heitere Beziehung. Und die geht so. Ich bestelle <a href="http://www.mardermolch.de/berichte/der-zoll-und-die-high-heels/" target="_blank">sporadisch</a> was bei Online-Händlern, die keine Lust haben, Einfuhrsteuern zu löhnen. Also kleben sie auf ihre Pakete keine Rechnung aussen dran und geben die Lieferung als „Gift“ aus. Das finden die deutschen Zollbehörden dann nicht so dufte und ich unterstelle ihnen dabei nicht einmal mangelnde Fremdsprachen-Kenntnisse.  Also  kassieren sie, je nach Tageslaune, meine Pakete ein, öffnen sie ungefragt und schicken mir dann Vorladungen. Denn: Aufmachen dürfen sie meine Sachen, aber zukleben und an mich schicken wenn sich keine Bomben oder Rauschgift darin befand, geht dann wohl nicht mehr so einfach. Wir kennen uns da bereits. Es bereitet mir stets eine diebische Freude, auf die Frage des Schalterbeamten, was sich denn in der konfiszierten Lieferung befindet, laut und deutlich, dass es auch jeder im Raum mitbekommt, den Inhalt zu benennen. „Reizwäsche aus China natürlich! High Heels! Ultra-knappe Bikinis! Catsuits! Was man eben heute alles so braucht in einem ordentlichem Fotostudio!“ Sowohl der Schalterbeamte als auch ich wussten vorher natürlich schon, dass der Zoll das Paket überprüft hat und folglich wir beide den Inhalt kennen. Aber der Schalterbeamte wird bei der lauten Aussprache regelmäßig puterrot, ich hingegen schäme mich schon lange nicht mehr für meine Einkäufe. Je nachdem, wie lang mich die diensthabenden Mitarbeiter vorher aufgehalten haben, variiere ich das Spielchen und schalte in höhere Gänge, indem ich mir extraviel Zeit bei der Beurteilung der Ware lasse, alles fein säuberlich auf dem Tresen ausbreite und begutachte und lustige Sprüche reisse ala, „Die haben sich ja schon wieder mit meiner Größe vertan, das passt mir doch nie und nimmer!“ und dabei übertrieben zwinkere, oder zumindest mir nochmals im Detail erklären lasse, warum ich nun eigentlich hier bin und für was genau meine Siebenfuchzig Steuernachzahlung verwendet werden. </p>
<p>Wir sind schon ein Spitzen-Team, der Zoll und ich. </p>
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		<title>Call on me</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Apr 2012 13:56:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Besinnliches]]></category>
		<category><![CDATA[Verrücktes]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwar ging unser verwegener Plan, Bernadette Kaspar für den Trachtenstrip zu werben, nicht auf, weil sich die Gute um ihren Auftritt nach dem Promidinner im Rosenheimer Heavens gedrückt hat, immerhin kam ich dadurch zum einen dazu, das seltsame Verhalten der &#8230; <a href="http://www.mardermolch.de/berichte/call-on-me/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.mardermolch.de/wp-content/uploads/fitness.jpg" alt="" title="fitness" width="640" height="315" class="aligncenter size-full wp-image-5742" /></p>
<p>Zwar ging unser verwegener Plan, <a href="http://www.bernadettekaspar.com/" target="_blank">Bernadette Kaspar</a> für den <a href="http://www.Trachtenstrip.de" target="_blank">Trachtenstrip </a>zu werben, nicht auf, weil sich die Gute um ihren Auftritt nach dem Promidinner im Rosenheimer <a href="https://www.facebook.com/pages/Go-Heaven/108696639252385" target="_blank">Heavens</a> gedrückt hat, immerhin kam ich dadurch zum einen dazu, das seltsame Verhalten der Rosenheimer in einer Nacht auf den Karfreitag mitzuerleben: Mitternacht erfolgt eine Durchsage, dass jetzt das Tanzen verboten sei (was natürlich keiner beachtet), die Musik wird um eine Nuance leiser gedreht und alle gehen nur noch durch den Hintereingang raus und rein, denn ab jetzt ist es eine geschlossene Gesellschaft. Nun kann man ja von dem gesetzlich auferlegtem Feierverbot zu kirchlichen Hochtagen in Bayern halten was man will, die Doppelmoral der feierwilligen Teenager ist aber bestimmt kaum einem aufgefallen: immerhin gäb&#8217;s den freien Tag ja gar nicht, wenn denn nicht eben jener Feiertag wäre, den nach ihrem Glauben oder auch ihrer Haltung zu selbigem wohl nicht mal jeder zweite hätte wahrnehmen dürfen sondern heute schön weiterarbeiten hätte sollen.  Aber was lamentier&#8217; ich. Bin ja auch nicht um 12 heimgegangen und dass ich mir den obligatorischen Gutenacht-Döner verkniffen habe, rettet mich wohl auch nicht.<br />
Aber, und jetzt kommen wir zum anderen, und darum sollt&#8217;s eigentlich in dieser Geschichte gehen, war ich dadurch heute schon völlig untypisch für mich um halb 9 im Fitnessstudio. Kann&#8217;s immer noch nicht glauben und noch viel weniger, wie es da um diese Zeit an einem Feiertag schon zugeht. Wo ich mich noch müde und zerknautscht, nach Ausdünstungen der Nacht und zigarettenrauch-müffelnd in die Umkleide schleppe und mich in mein Sportzeuchs quäle, fliegen die Fitness-Junkies ein wie Bienen in ihren Stock und besteigen elanvoll das Übungsgerät. Ich entscheide mich für eins der Fahrräder von dem aus ich auf einem TV-Gerät kleinen Pinguinen dabei zuschauen kann, wie sie von albatrossähnlichen Geiern gefressen werden und beginne, müde zu strampeln. Von meinem Platz habe ich direkte Einsicht auf eine Klimmzug-Station, an der sich aufgepumpte Muskelshirt-Träger stöhnend und mit anschließend bemüht lässigem Blick ihre bereits viel zu dicken Oberarme weiter aufblasen. Ich würde gerne wissen, wann im Leben eines Bodybuilders der Zeitpunkt kommt, nach dem ihm der Sinn für einen schönen Körper abhanden gekommen ist. Ab dem dann nur noch das Muskel-Fett-Verhältnis zählt und wie viele Datteln man wann am Tag frisst und Eiweiß-Präparate runterwürgt.<br />
Die Reise der Pinguine ist zu Ende und Pocahontas kommt. Nein, leider nicht zum Trainieren, sondern auch im TV. Mir läuft die Soße mittlerweile in Strömen runter, da will ich nicht auch noch der sexy Indianerin beim durch den Wald hüpfen zusehen. Ich gehe zur Vibrafit-Station und bin wieder einmal der einzige. Es scheint, als wollten sich nur die wenigsten den Aufpreis für die angeblich so revolutionäre Trainingsmethode der Stars und Sternchen leisten und verlassen sich lieber auf die traditionellen Wege. Während ich also auf meiner Rüttelplatte stehe, mein Mageninhalt vibriert, und ich mir saublöd vorkomme, laufen und strampeln rechts von mir reihenweise angespannt dreinblickende Menschen vor sich hin, starren ab und an verstohlen auf ihren Bauchansatz und leiden anschließend derart motiviert still weiter. Zur Erinnerung: Es ist gerade mal 9 Uhr in der Früh. Ganz besonders eindrucksvoll finde ich ein sicherlich 150 Kilo schweres Mädel, das ihren Bauch kaum zwischen Sitz und Lenkstange ihres Fahrrads unterbringen kann, aber trotzdem stoisch, zwar langsam, aber unermüdlich, der Blick ins Leere gerichtet, vor sich hinstrampelt.<br />
Ja, die Sache mit dem Blick. Auch hier herrschen im Fitness-Studio eigene Gesetze. Ich wechsle zum Zirkel-Training, das verstehe ich, das macht mir Spaß. Eine Minute trainieren, Gerät wechseln, trainieren, Gerät wechseln. Ganz einfach. Mir gegenüber nimmt ein Mädchen Platz, das sicherlich gerade diesem einem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=LVRAmcRJ41g&#038;feature=fvst" target="_blank">Eric Prydz-Video</a> entstiegen ist. Leggins mit Overknee-Strümpfen, hautenges Spaghetti-Top mit sich abzeichnendem Sport-BH. Meine Laune bessert sich schlagartig. Das Mädel hat einen dunkeln Taint, sicherlich eine Türkin, und sie schaut so unglaublich böse und abweisend drein als wäre sie zu einer Zwangshochzeit mit mir verdonnert worden. Da ich bei weitem noch nicht auf Betriebstemperatur angelangt bin, ignoriere ich die Dame so gut es eben geht, lege auch nur unwesentlich mehr Gewicht auf als ich sonst stemme und begnüge mich damit, sie aus den Augenwinkeln zu beobachten. Einem vorbeilaufendem Kerl nach dem anderen fällt bei ihrem Anblick die Kinnlade herab, ihr Blick wird immer finsterer und finsterer. Die hat wohl noch nichts davon gehört, das Lachen, auch beim Training, die Lebensqualität ganz immens steigern soll. Ich werde es ihr aber auch nicht sagen. Ihr GAU muss dann wohl ungefähr zu dem Zeitpunkt stattgefunden haben, als sie, wie unvorstellbar ist das eigentlich, es tatsächlich einer wagt, sie anzusprechen! Ich habe nicht gehört, was genau er ihr gesagt hat, aber sonderlich erfolgreich war er wohl nicht, der Kürze seines Aufenthalts in ihrem Radius nach zu urteilen. Irgendwie tut sie mir leid. Sie konnte ja nicht ahnen, dass nippelbetonendes Outfit die Männer derart in Wallung bringen würde. Dumme Kerle, dumme Evolution. Später fällt mir ein, dass ich so höflich hätte sein müssen, sie darauf hinzuweisen, dass es auch Studios gibt, in denen nur Frauen zugelassen sind. </p>
<p>Nach einer Runde habe ich keinen Bock mehr. Weder aufs Trainieren noch auf den Mikrokosmos Fitness-Studio. Ich schleppe meinen nun doppelt geschundenen Körper nach Hause und widerstehe einem Abstecher über Mc Donalds. Immerhin ist ja Karfreitag, </p>
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		<title>Gefallene Götter (in weiß).</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 08:56:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Früher muss alles einfacher gewesen sein. Ich schreibe bewusst ‚einfacher‘ und nicht &#8216;besser&#8217;, denn ich bin ja schließlich nicht mein eigener Großvater. Das soll ja theoretisch auch möglich sein, wenn ich eine Witwe heirate, die bereits eine Tochter hat, die &#8230; <a href="http://www.mardermolch.de/allgemein/gefallene-gotter-in-weis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Früher muss alles einfacher gewesen sein. Ich schreibe bewusst ‚einfacher‘ und nicht &#8216;besser&#8217;, denn ich bin ja schließlich nicht mein eigener Großvater. Das soll ja theoretisch auch möglich sein, wenn ich eine Witwe heirate, die bereits eine Tochter hat, die dann mein verwitweter Vater heiratet und deren Kind mich dann wiederum zum Großvater macht. Grob zusammengefasst. Da ich aber Gott seis gedankt keinen verwitweten Vater habe und es in diesem Beitrag auch gar nicht um verrückte Verwandtschaftsmodelle gehen soll, schlage ich rasch den Bogen zum ersten Satz zurück: mit <em>früher</em> meine ich ein Früher weit jenseits verklärter Rentner-Utopien. Mein Früher ist jenes, in dem man, wenn einen ein Leiden geplagt hat, zum Medizinmann oder Dorf-Schamanen ging, der hat einen begutachtet und dann mit Magie oder einem Trank aus seinem Kräutergarten geheilt. Oder eben notgeschlachtet, wenn nichts mehr ging. </p>
<p>Heute ist das leider nicht mehr so einfach. Ich schlage mich ja bekanntlich mit Rückenschmerz einer eher unangenehmeren Sorte herum und so recht weiß niemand, wie er mich davon erlösen könnte. Ich habe es mit klassischer Schulmedizin versucht, mich vom Osteopathen einrenken lassen, diverse Heilpraktiker, einen Atlasologen und sogar einen Schamanen aufgesucht, alles ohne erkennbaren und vor allem bleibenden Erfolg. Natürlich weiß jeder von ihnen ganz genau, was mir fehlt, verteufelt die Methode des jeweils anderen und ist am Ende dann genauso ratlos wie seine Kollegen. Was sie jedoch nicht von gesalzenen Rechnungen an meine Adresse zurückschrecken lässt. Alle sind sich irgendwie einig, dass ein verkürzter oder verhärteter Muskel im unteren Rücken der Übelwicht ist, der dafür sorgt, dass ich bei den meisten Yoga-Übungen mehr einer keuchenden Eiche denn einem geschmeidigem Bambus-Stab gleiche. Weder heiße Nadeln, noch wohlgemeinte Berühungen und Geisteraustreibungen, noch Schröpfen oder Chi-Fluss-anregen scheint jedoch für die nötige Entspannung zu sorgen. Dass es sich bei meiner Geschichte sicherlich nicht nur um eine rein körperliche handelt, ist mir ürbigens durchaus bewusst und ich bin spirituell genug angehaucht, um mich auch in diese Richtung vorzutasten. Aber das ändert nichts an der Verwirrung, die der Umgang mit Ärzten und Heilern in mir zurücklässt. Von einem werde ich als Zeuge Jehovas verdächtigt, weil ihm beiläufig auffällt, dass meine Zeckenimpfung überfällig ist und er mein Unbehagen gegen in meinen Augen sinn- und wirklose Impfstoffe mit Totschlag-Argumenten ala „Stellen sich sich vor, ihr vierjähriger Sohn liegt mit Tubakulose im Sterbebett und sie haben den nicht geimpft“ vom Tisch zu fegen versucht, ein anderer kassiert ohne mit der Wimper zu zucken drei Sitzungen à 70 € und schämt sich am Ende nicht mir zu unterbreiten, dass er eigentlich keine Ahnung hat, was mir genau fehlt und wann ich Zeit für den nächsten Termin hätte, damit er weiter suchen könne. Der in der Neuzeit gewachsene Respekt vor den Menschen in den weißen Kitteln ist in unserer Gesellschaft übermächtig geworden und hat sie arrogant werden lassen. Dabei sind Ärzte nichts weiter als gewöhnliche Dienstleister. Die sich allerdings recht gut verkauft haben, denn wenn beispielsweise ich für jedes Beratungsgespräch ein Honorar einfordern würde, dann hätte ich bereits eine eigene Armada an Saugrobotern zu Hause. </p>
<p>Aber ach. Am besten ist ohnehin, man wird gar nicht erst krank. Und wenn, dann sitzt man das aus, wie ein echter Mann eben. Oder geht zum Medizinmann um’s Eck und hofft inständig, nicht notgeschlachtet zu werden. </p>
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		<title>Unterwegs zu mir.</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 12:28:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik und Schall]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer den Mardermolch schon länger liest, dem ist bestimmt schon meine Abneigung für Füllwörter wie &#8216;eigentlich&#8217; aufgefallen. Vielleicht war das der Grund dafür, das ich vor ein paar Wochen auf Bayern 1 (!) auf Chris Columbus aufmerksam geworden bin. Wohl &#8230; <a href="http://www.mardermolch.de/rezensionen/unterwegs-zu-mir/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.mardermolch.de/wp-content/uploads/Chris-Columbus.jpg" alt="" title="Chris-Columbus" width="640" height="677" class="aligncenter size-full wp-image-5716" /></p>
<p>Wer den Mardermolch schon länger liest, dem ist bestimmt schon <a href="http://www.mardermolch.de/schlimmes/mardermolchsches-institut-zur-bekampfung-des-sprachverfalls/" target="_blank">meine Abneigung für Füllwörter wie &#8216;eigentlich&#8217;</a> aufgefallen. Vielleicht war das der Grund dafür, das ich vor ein paar Wochen auf Bayern 1 (!) auf Chris Columbus aufmerksam geworden bin. Wohl ungefähr bei folgender Textstelle aus dem Song <a href="http://youtu.be/r2DwBjF0NOI" target="_blank">Eigentlich</a>:</p>
<blockquote><p>Eigentlich soit i&#8217;s Leb&#8217;n leb&#8217;n,<br />
und eigentlich von der Welt wos seng,<br />
und eigentlich bin i ned gern alloa,<br />
und eigentlich geht’s mia gar ned guad,<br />
weil mir no sauber&#8217;s Kreiz weh duad,<br />
und eigentlich soid i&#8217;s wissen,<br />
eigentlich soidad i wos doa.</p></blockquote>
<p><br/></p>
<p>Passt, dachte ich, der singt über mich, der kann was. Das halbe Lied hat genügt, damit ich mir das ganze Album zugelegt habe und anders als bei den üblichen Verdächtigen der neuen bayerischen Welle überzeugt mich hier jeder einzelne Song auf dem Debüt.<br />
Vorgestern habe ich den grundsympathischen Kerl dann auch live gehört, im Gasthaus<sup class='footnote'><a href='#fn-5715-1' id='fnref-5715-1'>1</a></sup> in Tölz. Und Überraschung, das Konzert wurde fast zum Heimspiel, denn Chris Columbus kommt aus Altofing, ist also sogar fast mein Nachbar. Seine Lieder liegen stilmäßig irgendwo zwischen einem Hans Söllner und Stefan Dettl, handeln vom großen Abenteuer, vom Blick aufs Wesentliche, vom Loslassen. Vor ein paar Jahren hat der sein Lokal in Bad Aibling von kurz auf gleich verkauft und ist ausgestiegen, durch die Welt getingelt, hat sich treiben lassen. Und seine Erfahrungen und Erlebnisse flossen in seine Musik, jedes seiner Lieder atmet Freiheit, Lebenslust, Ehrlichkeit. Warum ihm am Strand in Thailand ausgerechnet lauter bayerische Lieder eingefallen sind, wundert ihn nach eigener Aussage selbst, macht ihn aber nur umso authentischer. Sein Konzert ist voller kleiner Anekdoten, Geschichten und Witzen, die Harmonie zwischen ihm, seiner Band und dem Publikum stimmt. Und ganz unerwartet umfasst sein Repertoire auch viele Songs, die es nicht auf die erste CD geschafft haben, wem also sein Erstlingswerk <i><a href="http://www.amazon.de/Unterwegs-zu-Mir-Chris-Columbus/dp/B0045W9BTA/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;qid=1332494722&#038;sr=8-1">Unterwegs zu mir</a></i> gefällt, sollte tunlichst zusehen, den Kerl auch einmal live zu erleben, schon allein wegen Titeln wie <em>I war soweit</em>.<br />
Ich wünsche Chris Colombus inbrünstig, dass ihm der verdiente Durchbruch gelingt und ich noch viel von ihm hören werde. </p>
<p><iframe width="640" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/J0nJDDBZODA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-5715-1'>Anders als der Name vielleicht vermuten lässt übrigens <a href="http://www.gasthaus-toelz.de/" target="_blank">eine sehr feine Location</a>. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-5715-1'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
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