Feste Feuern

Freunde wie wir.
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Feste Feuern

Feuerwehrfeste sind immer wieder eine zweischneidige Sache. Einerseits kann ich mich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, immerhin bin ich selbst Vize-Vorstand eines Feuerwehrvereins, andererseits habe ich mittlerweile an so vielen Feuerwehrfesten teilgenommen, dass ich mein Käppi, würde ich alle Festzeichen darin sammeln, schon lange nicht mehr aufsetzen könnte.
Irgendwie ist es immer das gleiche: Keiner hat Bock hinzugehen, weil diese Veranstaltungen meist am Sonntag in der Früh beginnen, wenn man mal da ist, hat keiner Lust auf den Kirchenzug, während der Kirche wird (sich) dann abgeseilt und danach möchte man möglichst schnell ins Zelt, schnell essen, gleich die Ehrengabe abstauben und dann nichts wie heim zu Weib/See/Couch (Unzutreffendes streichen). Ich schätze mal, das gilt analog für ähnliche Veranstaltungen, ob da nun Trachten oder Musik drauf steht, auch.
Der Sinn und Zweck des Ganzen, der ursprünglich bestimmt mal existiert hat, ist uns allen irgendwie abhanden gekommen. Und auch der Bevölkerung scheint’s ziemlich egal zu sein, stellvertretend gemessen am Interesse der Heufelder am 150jährigen Jubiläum deren Feuerwehr.

Wie feiert man also heutzutage am besten ein Vereinsjubiläum, ohne den Großteil seiner Gäste zu langweilen? Große Reformen braucht’s da meiner Meinung nach eigentlich gar nicht. Im Kern würde ich auch nichts verändern, ich würde nach wie vor andere Feuerwehren einladen, aber in überschaubarer Anzahl. Nur die, mit denen man ohnehin zu tun hat. Nachbarwehren, den Patenverein. Aber nicht vor 10 Uhr. Dann einen kurzen Kirchen- und Festzug. Maximal 15 Minuten für jeden. Einen KURZEN Gottesdienst. Überschaubare 30 Minuten, zugeschnitten auf die Feuerwehr. Die Ehrengaben würde ich gleich nach dem Festumzug überreichen. Um um Himmelswillen, bei mir gäbe es nicht nur Hendl und Schweinsbraten. Ich kanns nimmer sehen. Schon gar nicht bei 35 Grad am Schatten. Und Grußworte, die gibt’s während dem Essen. Stellen wir halt die Anlage etwas lauter.

Alles in allem eigentlich ganz leicht. Und jetzt stellt Euch mal vor, ich wäre Bundespräsident.

Mardermolch
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Dieses Weblog ist dem Mardermolch gewidmet, jener oftmals unterschätzten und gerne vernachlässigten Spezies der Satire, des Spaßes, wider der Ignoranz und der Dummheit und allgemein für eine bessere Welt.

2 Comments

  1. Melli sagt:

    Der Bundespräsident sollte den Genitiv korrekt anwenden können!

  2. Andi sagt:

    Kann man das essen?

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