Nun ist es ja so, dass Ihr, werte Leser, nur einen Bruchteil der Fotos zu sehen bekommt, die ich bislang geknippst und bearbeitet habe. Das hat zwei Gründe. Der erste ist profan und besagt lediglich, dass eben nicht jedes Mädel, das ich vor der Linse habe, ihre Fotos der Öffentlichkeit zeigen möchte und die allerwenigsten sind auch mit veröffentlichten Akt-Bildern einverstanden.
Der zweite Grund ist etwas heikler und wäre mit einer simplen Zuwenigzeit-Ausrede nur unzureichend beantwortet. Vielmehr liegt es daran, dass ich für manche Motive die Ideen beim Shooting zwar schon habe, diese sich dann in der Postproduktion aber als nur sehr aufwändig oder mit meinem Können gar nicht umsetzbar herausstellen. Die halbangefangenen Montagen füllen mittlerweile eine eigene Festplatte. Wie vielfältig diese Auswüchse werden können, machen vielleicht die folgenden beiden Montagen deutlich. Das Urbild habe ich im Reischenharter See aufgenommen. Die erste Montage gefiel mir zunächst gar nicht, deswegen musste die zweite her. In beiden Bildern stecken aber mehrere Stunden Arbeit, die ausser mir ohnehin kaum jemand sieht und zu würdigen weiß, weshalb meine Motivation, wenns denn mal bei einer Bearbeitung hakt, gerne zu wünschen übrig lässt. Weil es sich hier aber ausnahmsweise mal um einen anonymen Akt handelt, kann ich Euch am Entstehungsprozess teilhaben lassen. Ich denke oder befürchte zudem, dass es nicht die letzte Version des Motivs sein wird…


