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9. Juli 2015
balzen2

Indigene Balzversuche

Vor ein paar Tagen, an einem besonders heißen Julinachmittag, habe ich mich zum Schreiben ins Jenbachtal zurückgezogen und mir an einem Wasserfall ein schönes Refugium eingerichtet. Es dauerte nicht lange und am anderen Ufer tauchten auf dem Wanderweg zwei Frauen auf. Genau konnte es von meiner Warte aus nicht beurteilen, aber mindestens eine der beiden schien jung und braungebrannt, sportlich und nur mit Hotpants und einem dünnen Leibchen bekleidet zu sein. Und ich habe sie schon gehört bevor ich sie überhaupt hatte sehen können, denn sie trug eine Gitarre, auf der sie beim dahinwandern spielte.
28. Mai 2015
leia4

Spirituell mit Hamster.

Ich lebe in einer Beziehung. Mit Leia. Leia hat schöne, rote Haare, ein paar Gramm zu viel auf den Rippen und immer kalte Füße. Sie verschläft den ganzen Tag, ich muss also kein schlechtes Gewissen haben wenn ich tagsüber arbeite und sie alleine lasse. Abends wacht sie auf, reckt und streckt sich erst einmal genüsslich und gähnt herzhaft. Und dann möchte sie Aufmerksamkeit. Sie ist so planbar, wie ein Hamster eben sein kann. Stellt keine Ansprüche, so lange immer genug zu fressen da ist und sie ihre Streicheleinheiten bekommt. Ich wusste bis dato nicht, dass Hamster auch kuscheln, Leia fordert das nachdrücklich ein, indem sie demonstrativ am Fenster ihres Terrariums hockt und mich mit ihren großen Knopfaugen anstiert. Ich kann mich unmöglich konzentrieren wenn sie das tut. Ich nehme sie dann heraus und wir schmusen. Ich wünschte, alle Frauen wären so einfach wie Leia. Und mit einfach meine ich in diesem Kontext einen Zustand der Klarheit: ich weiß genau was ich will. Und was mir zusteht.
11. März 2014
fazilaq

Die Legende von Fazilaq

Dies sind die Abenteuer des Citafen Fazilaq, einem bayrischem Krieger, der lieber ein Bauer sein möchte und auf dem Weg zu seiner Bestimmung spannende Abenteuer in einer bayrischen Sagenwelt erlebt.
11. März 2014
poc2

Pocahontas mit Sport-BH

Unlängst war ich, völlig untypisch für mich, um halb neun Sonntag morgens nach einer halbdurchzechten Nacht im Studio. Verstörend, wie es da um diese Zeit, an einem Feiertag, schon zugeht. Wo ich mich noch müde und zerknautscht, nach Ausdünstungen der Nacht und zigarettenrauch-müffelnd in die Umkleide schleppe und mich in mein Sportzeuchs quäle, fliegen die Fitness-Junkies ein wie Bienen in ihren Stock und besteigen elanvoll das Übungsgerät. Ich entscheide mich für eins der Fahrräder von dem aus ich auf einem TV-Gerät kleinen Pinguinen dabei zuschauen kann, wie sie von albatross-ähnlichen Geiern gefressen werden und beginne, müde zu strampeln. Von meinem Platz habe ich direkte Einsicht auf eine Klimmzug-Station, an der sich aufgepumpte Muskelshirt-Träger stöhnend und mit anschließend bemüht lässigem Blick ihre bereits viel zu dicken Oberarme weiter aufblasen.
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