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15. November 2016

A Tribute to Ubud

A lot of travelers who come to the city where Elizabeth Gilbert found everlasting happiness just plan to stay a couple of days. But for some miraculous reason, most of them get stuck here and days become weeks and weeks become month. Same with me. I stayed longer in Ubud than in any other place of my journey so far. Because I had an indifferent but strong feeling, that at least my heart belongs here. The mind is sometimes bothered by all the crazy people, the hippies, the sense-seekers the yogis and the vegans who are gathering here like amorous bees around a rutting rose bush. The soul instead seems to feel a strong connection to places like this as if it would sent the chance of finally finding a habitat where it can fully express and develop itself. While I am writing this, I am sitting in a tiny, lovely warung in a small side street. It’s one of the local managed restaurants where you still get your Nasi Goreng for a reasonable price and without this annoying service and government tax which the tourist places on the main road charge, a vice, that slowly seems to spread all over Bali. Some elder, western ladies are passing by, all of them with a relaxed, blissful expression on their face. They definitely found their happy place here in Ubud. Eat, pray, love, die. You can actually meet a lot of old people here.
25. Oktober 2016

The Road to Bali

Ich sitze auf der kleinen Terrasse meiner AirBnB-Unterkunft mitten in Ubud und höre dem Regen zu, wie er auf das Plastikdach über der Veranda prasselt. Die Regenzeit hält unaufhaltsam Einzug auf der Insel der Götter. Passt zu meiner augenblicklichen Stimmung. Trotzdem habe ich gerade mein Visum um einen weiteren Monat verlängert. Meinem ursprünglicher Plan, den November in Thailand zu verbringen, hat König Bumibol einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nach dessen Ableben versinkt das Land in Trauer und Chaos und darauf habe ich grade überhaupt keine Lust. Ausserdem verspüre ich eine gewissen Reisemüdigkeit. Und das erste Mal seit drei Monaten habe ich Heimweh, denn seit heute bin ich wieder allein. Die letzten drei Wochen hat mich Christoph begleitet, wir haben uns auf Lombok getroffen und sind dann nach Bali weitergereist. Nach zwei Monaten Alleinreisens war seine vertraute Gesellschaft und Freundschaft eine willkommene Abwechslung. Und ich war wirklich froh, nicht alleine „zurück“ nach Bali zu müssen. Zu viele Erinnerungen an eine verlorene Liebe waren mit diesem Ort verbunden. Und trotzdem musste ich herausfinden, ob meine Faszination für die Insel verklärter Nostalgie geschuldet war, oder ob es Bali selbst ist, das mich vor zwei Jahren, bei meinem ersten Besuch, so sehr gefesselt hat.
14. Oktober 2016

Der Abschied von der Ferkelhölle

Kinder, wie die Zeit verfliegt. Irgendwas muss ich da wohl durcheinandergebracht haben, denn ich dachte immer, wenn man kleinkindmäßig neue Eindrücke sammelt, dauern die Tage wieder ewig. Das Gegenteil scheint der Fall, die Wochen rasen dahin als flöhen sie, beispielsweise vor der leidigen Realität, dem Winter, dem Blues oder den balinesischen Moskitos. Fast 11 Wochen bin ich nun unterwegs und es fühlt sich immer noch an, als hätte ich gestern erst meinen Rucksack gepackt. Mittlerweile habe ich wieder das Archipel gewechselt, bin zurück auf Bali und das ist gut, das mulmige Gefühl in der Magengegend hat sich als unbegründet erwiesen.
20. September 2016

Sin Cebu City, Rendevouz mit einem Walhai und die Insel der Geister.

Der Fahrer des Motorradtaxis grinste anzüglich als ich ihm mein Ziel nannte und fragte mich während der fünfzehnminütigen Fahrt mehrmals: „Wanna haf a filipin görl?“ und schnalzte mit der Zunge. Als er mich schließlich am Mango Square absetzte, stürzte sich sofort eine Rotte Filipinos auf mich, die mir „Sör, wann haf a filipin görl?“, oder „Sör! Wonna go tu Bikinibar?“ und „Sör, wonna bai samsing tu smook?“ zuriefen. Einer von ihnen erwies sich als besonders hartnäckig, stellte sich mir als Dennis vor, hatte ein herzliches Grinsen von einem Ohr zum anderen im Gesicht und mit seinem schiefen Baseball-Käppi reichte er mir vielleicht allenfalls zur Schulter.
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