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20. Mai 2017
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Die Grenzweltsaga – Ankunft in Sonnenstein

Die Grenzweltsaga (Arbeitstitel) ist mein neues Buchprojekt. Die Saga erzählt die Geschichte der Grenzwelt, einer Welt in der alle spirituellen Thesen, welche die Menschen je ersonnen haben, Naturgesetze sind. Einer Welt, in der Engel und Dämonen leben und allesamt ganz eigene Ziele und Pläne verfolgen. Und nicht alle sind den Menschen gewogen. Emanuel ist einer der beiden Protagonistin dieser Geschichte und gerät gleich zu Beginn zwischen die Fronten eines Krieges, dessen Auswirkungen auf die Menschheit er anfangs nicht einmal erahnen kann...
6. Dezember 2016
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Indien

Indien. Was soll ich dazu noch schreiben was nicht schon Unzählige vor mir besser, ausführlicher oder gleichsam stümpferhaft in Worte verpackt haben. Also berichte ich von meiner Motorrad-Tour von Delhi nach Agra. Zweierlei Dinge sind daran nämlich erzählenswert: erstens, ich hatte nie vor das Taj Mahal zu besuchen. Zweitens: ich bin noch nie zuvor ein richtiges Motorrad gefahren. Fangen wir mit Zweiteren an, denn treue Mardermolch-Leser erinnern sich vielleicht, dass ich vor gar nicht allzu langer Zeit schon mal behauptet habe, sehr wohl ein richtiges Motorrad gefahren zu sein, und zwar auf den Philippinen. Gut, ganz hat das nicht gestimmt, tatsächlich handelte es sich bei der Maschine damals um eine halbautomatische, was für mich immer noch ein Novum dargestellt hat. Das Motorrad hat mir immerhin das Kuppeln erspart. Darum konnte ich mich bei der alten Royal Enfield dann nicht mehr drücken und so habe ich mir eine halbe Stunde vor Tour-Beginn bei YouTube noch rasch ein paar Fahrschul-Videos angeguckt, ehe ich mich mit diesem urtümlichen Schlachtross mit Rucksack und Manju bepackt in den Straßenverkehr Delhis gestürzt habe, zur Rushhour. Und der indische Verkehr lässt einen zu Normalzeiten schon das Trommelfell platzen und das Gehirn zerfließen. Im Vergleich zu Südindien ist Nordindien voll. Und ich meine damit richtig voll. Fast 10 Millionen Leute wohnen allein in Delhi. Dank Manju hatte ich die Tage zuvor die Gelegenheit, die Stadt aus Sicht einer Einheimischen zu erkunden. In manchen Vierteln wie Old Delhi scheinen sich die Menschen regelrecht zu stapeln, sie fließen auf den Straßen über- und durcheinander, schreien, feilschen, betteln, starren, gestikulieren und… hupen. Denn trotz den immerzu verstopften Straßen wälzen sich überall unzählige Autos, Tuk-Tkus und Fahrrad-Rikschas durch die Massen. Und betätigen dabei so herzhaft ihre in allen Missklängen heulenden und jaulenden Tröten (vom sterbenden Esel bis zur Stockente auf Ectassy ist alles dabei) als wären die Dinger mit ihrer Lunge verbunden und zum essentiellen Atmen nötig. Es braucht eine besondere Ruhe um sich hier nicht nach spätestens fünfzehn Minuten den nächsten Tuk-Tuk-Fahrer, der einem mit dem Reifen an den Hinterfuß fährt und dabei kräfteschonend die Hupe einfach durchgehend gedrückt hält obwohl er genau sieht, dass es vor mir keinen Meter weitergeht, aus seiner Blechbüchse zu zerren und ihm ein paar saubere Gnackwatsch’n zu verpassen, während man ihm jedes mal ins Gesicht brüllt: „Für jedes Mal Hupen stirbt ein Baby-Ganesha!“
30. November 2016
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Erleuchtet

Aus den Boxen dröhnt das rhythmische Mantra eines Indianer-Gesanges. Es ist brütend heiß im ersten Stock des Yoga Barns in Ubud, obwohl der Raum zu allen Seiten hin offen ist. Doch weder die kühle Brise noch die am Limit kreiselnden Ventilatoren vermögen die Hitze, die von der heißen Sonne über Bali und den etwa 100 Tänzern ausgeht, zu lindern. Ich habe kurz gezögert, als der raunende Sprechgesang eingesetzt hat, doch mein Körper hat schnell einen Rhythmus ausgemacht, in dem ich mich nun grinsend wiege. Immer mehr Leute um mich herum tun es mir gleich, manche stehen nur auf der Stelle und wippen mit dem Kopf, andere hüpfen bereits ekstatisch auf und ab. Es sind vorwiegend Frauen, jeden Alters, die meisten davon jung. Und gutaussehend. Sie tragen knappe Klamotten im Goa-Style, haben Tattoos, Dreadlocks und klirrenden Schmuck an Armen und Fußknöcheln. Eine wunderschöne Inderin, wie frisch aus einem Bollywoodfilm entschlüpft, taucht plötzlich vor mir auf. In Hotpants und durchgeschwitztem, weißen Top, durch das sich ihre Brüste abzeichnen. Sie tanzt wie in Ekstase. Ich fühle mich an die legendäre Tanzszene in Zion aus Matrix Reloaded erinnert. Das Mantra geht allmählich in einen satten Beat über und ich kann mich nicht mehr halten, ich muss auch springen, tanzen, es reisst mich mit, um mich herum schwitzende, halbnackte Leiber, manche davon eng ineinander verschlungen, alle mit einem Lachen oder Grinsen im Gesicht. Ich wünsche mir, dass dieser Moment niemals endet.
15. November 2016
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A Tribute to Ubud

A lot of travelers who come to the city where Elizabeth Gilbert found everlasting happiness just plan to stay a couple of days. But for some miraculous reason, most of them get stuck here and days become weeks and weeks become month. Same with me. I stayed longer in Ubud than in any other place of my journey so far. Because I had an indifferent but strong feeling, that at least my heart belongs here. The mind is sometimes bothered by all the crazy people, the hippies, the sense-seekers the yogis and the vegans who are gathering here like amorous bees around a rutting rose bush. The soul instead seems to feel a strong connection to places like this as if it would sent the chance of finally finding a habitat where it can fully express and develop itself. While I am writing this, I am sitting in a tiny, lovely warung in a small side street. It’s one of the local managed restaurants where you still get your Nasi Goreng for a reasonable price and without this annoying service and government tax which the tourist places on the main road charge, a vice, that slowly seems to spread all over Bali. Some elder, western ladies are passing by, all of them with a relaxed, blissful expression on their face. They definitely found their happy place here in Ubud. Eat, pray, love, die. You can actually meet a lot of old people here.
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