Feste feiern

24. Mai 2016
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Tête À Tête

In meinem Whiskey-Glas liegen zwei dunkle Specksteine und kühlen das sauteure Getränk ohne es zu verwässern. Der Drink kostet mehr als ein Zwei-Gänge-Menü im Tantris und obwohl meine Kenntnisse in der Whiskey-Verkostung noch nicht bestätigen können, ob das gerechtfertigt ist, genieße ich das Gefühl, wie der scharfe Brand meine Kehle hinabrinnt. Während ich mich an das Geländer lehne und den Blick über das nächtliche München schweifen lasse, schlingen sich plötzlich zwei schlanke Arme von hinten um meine Hüfte.
16. Mai 2016
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ROCK ME MONTE LAGO

Alles begann mit ROCK ME MONTE LAGO, einem jener Cocktails die nur erfunden werden, damit wir Männer uns gegenseitig etwas beweisen können. Ich erinnere mich noch vage, dass in der Karte etwas von 6 verschiedene Rumsorten, dazu Gin, Vodka und Brandy die Rede war. Und Schweppes Wild Berries, das sie hier am Tegernsee zu gefühlt jedem Cocktail reichen. Wegen mir hätten wir dann die Start-Lokalität auch nicht mehr verlassen müssen, denn ein bisschen hatte ich mich da schon in die bildhübsche, schwarzhaarige Kellnerin mit den spannenden dunklen Augen und dem Drachentattoo verguckt. Die behauptet hat, ZWEI jener legendären Cocktails trinken zu können ohne dass ihr das was anhaben könne. Ich war beeindruckt, denn meine Wahrnehmung hat sich bereits nach einem halben Glas empfindlich getrübt und die rosaroten Elefanten haben sich da schon mal vorsorglich in ihre Tütüs gezwängt.
7. September 2015
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Die symphatische Wiesn…

Seit einer Woche ist gefühlt ganz Rosenheim nebst Umland im Ausnahmezustand. Denn das Herbstfest findet statt. Gerade hat die „sympathische Wiesn“ ihr zweites Wochenende hinter sich und steuert auf ihren Endspurt zu. Die Fotos in den Zeitungen oder auf den sozialen Kanälen zeigen lachende Menschen in bunten Trachten, die vor dem Riesenrad posieren oder Maßkrüge schwenken. Lokalprominenz und -politiker, die in der Menge baden. Friede-Freude-Lebkuchen. Was die Bilder in der Regel nicht zeigen: besinnungslos Betrunkene, Schlägereien, grantige Gesichter, die um Biertische kämpfen, grantige Türsteher, die aus dem Bild der sympathischen Wiesn nicht mehr wegzudenken sind.
23. August 2015
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Ach Echelon…

Ach Echelon. Was war ich gespannt auf Dich. Obwohl’s Dich nun schon so lange gibt, habe ich Dich heuer das erste Mal besucht. Ich habe wilde Geschichten über Dich gehört. Du seist eins der letzten großen Untergrund-Electro-Festivals, das noch nicht dem EDM-Kommerz verfallen sei, hat es geheißen. Nicht dass ich etwas gegen Mainstream hätte, ganz im Gegenteil. Ich höre gerne melodische elektronische Tanzmusik. Und ich mag auch die gigantischen Bühnen eines Tomorrowlands oder Electric Love. Mit den ganzen Lichtspielerein und den Feuerfontänen.
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