Mardermolch

16. Juni 2011
Wenn meine Schwester mal in den Urlaub fährt kriegt sie auch ein Viech mit, das sie dann überall knipsen muss. ;- )

Über das Begrüßen

Ich bin im Münchner Nachtleben mit Studien-Kommilitonen unterwegs. Eine dieser Touren durch die Stadt, von Kneipe zu Club und wieder in eine Kneipe, die wie selbstverständlich alle immer in der Milchbar enden. Es sind auch Mädchen dabei und zum Abschied reicht man sich die Hand, berührt mit seiner Wange die des Gegenübers, erst die eine Seite, dann die andere. Und küsst dabei die Luft. Bis heute habe ich mich noch nicht recht mit diesem Bussi-Bussi, der sogenannten Akkolade, anfreunden können. Immer wenn ich es tue, komme ich mir plump und ungelenk vor, als fehle mir die Leichtigkeit dieser südländischen Geste. Vielleicht reichen die italienischen Wurzeln doch nicht weit genug ins Jetzt.
15. Juni 2011
satzzeichen

Rettet die armen Satzzeichen!

Ich weiß nicht woher das Konfliktpotential der Generation Facebook im Umgang mit Satzzeichen herrührt. Ist deren Verwendung ähnlich einem evolutionärem Klotz am Bein bei der Entstehung des Mitmach-Internets auf der Strecke geblieben? Wurden die armen Satzzeichen denn aussortiert, weil ihre Anwendung überflüssig erscheint, sie zu viel fressen, zu wenig Milch geben? Auf der roten Liste steht das Komma, der Punkt, das Ausrufe- und die Fragezeichen, die Anführungs- und Bindestriche, das Semikolon und noch viele andere der kleinen Würstchen. Mir schmerzt jedenfalls stets die Seele, wenn die Wortvergewaltiger wieder am Werk waren und werde nicht müde, mich für die lieben kleinen Satzzeichen einzusetzen und ihren Arterhalt zu unterstützen.
7. Juni 2011
husqvarna

Husqvarna, oder das Motorsägendrama.

Es gelingt noch ab und an, dass mich eine Facebook-Diskussion sprachlos macht. Ich ihr mit wachsendem Entsetzen folge, mich nicht losreissen kann von einem Schauspiel, das seinesgleichen lange und mühsam suchen muss. Jüngst geschehen im von mir so getauftem „Husqvarna, oder das Motorsägendrama“. Junge Kerle aus dem Voralpenland in einer nicht näher genannten Gemeinde am Fuße des Wendelsteins diskutieren enthemmt und satzzeichenbefreit über die Vorzüge einer Motorsäge. Ich möchte das Spektakel hier nun unkommentiert als Lückenbüßer präsentieren. Vorhang auf.
22. Mai 2011
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Die Hamstors

In Ihrer neo-anarchischen Fernsehschau Circus Halligalli, dieser geisterscheidende Edelproll-Satire, haben Joko und Klaas das Rangeln erfunden. Erwachsene Menschen ringen dabei im Spaß und zu jeder ungünstigen Gelegenheit miteinander. Aber nichts davon ist auch nur ansatzweise so erheiternd, wie zwei dsungarische Zwerghamster beim Rangeln zu beobachten. Darin ist dann meist Chewbacca (den ICH benennen durfte und der so heißt wie es da geschrieben steht! Ha!) verwickelt, der quietschend und pfeifend auf dem Rücken liegt und sich von einem seiner beiden Brüder, dem Rocky oder dem Tarzan, berangeln lässt. Und weil sich schon beim Schreiben dieser Zeilen meine Nackenhaare aufstellen weil ich genau weiß, wie die sexuellen Spürnasen mancher Leser gerade ausgefahren worden sind: nein, die tun das völlig ohne Einsatz von Geschlechtsorganen, die wollen einfach nur spielen.
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