Mardermolch

17. Februar 2012

Die putzige kleine Johanna

Die putzige kleine Johanna steht zitternd vor der Tür des Wirtshauses und zieht umständlich an ihrer Zigarette. Trotz dick gepolstertem Wintermantel friert sie erbärmlich und bereut es, nicht zum ersten Mal an diesem Abend, dass sie sich von ihren Freundinnen nach dem Faschingsumzug noch hat breitschlagen lassen, die gemütliche Couch gegen ein viel zu knappes Leoparden-Kleidchen mit süßen Ohren und mörderischen Highheels einzutauschen und hier im tiefsten Bayern, da wo Teile der Bevölkerung sicher noch mit Fellen bedeckt durch die Wälder schleichen, eine Faschingsparty zu besuchen.
9. Februar 2012

Internetbarbaren wie wir.

Der Conan, das ist schon ein Hecht. Da steht die reinblütige, bestrapste und vollbusige Prinzessin vor ihm und er schmettert ihr erst den Spruch I live, I love, I slay. And I am content. entgegen, dann küsst er sie, dann begattet er sie. Nun ist der Spruch sicherlich der klägliche Versuch, der 2011er Neuverfilmung einen ähnlich markig-dämlichen Onliner, wie ihn Schwarzenegger einst mit Zu kämpfen mit dem Feind, ihn zu verfolgen und zu vernichten und sich zu erfreuen am Geschrei der Weiber! aufsagen hat dürfen, zu installieren. Ich habe keine Ahnung, wie I live, I love, I slay. And I am content. in der deutschen Version des Filmes übersetzt wurde, hoffentlich aber nicht mit Ich lebe, ich liebe, ich schlachte. Und ich bin zufrieden. - See more at: http://www.mardermolch.de/erkenntnisse/internetbarbaren-wie-wir/#fnref-5583-1
3. Februar 2012

Überlegungen über Fußnägel.

Wäre Fernsehen real, würde ich mit meiner Traumfrau über das Rosenheimer Herbstfest reiten, vor dem Riesenrad halten, galant in die Hände klatschen, das Riesenrad damit erleuchten und das Mädel dann in einer der Kabinen vernaschen. Sie würde dabei Dessous wie Micaela Schäfer tragen, diese waffenschein-pflichtigen Dinger, die es in der Eis.de-Ramschabteilung gibt und außerdem würde sie ausschließlich nackt durch meine Wohnung laufen.
7. Dezember 2011

Mardermolch’sches Institut zur Bekämpfung des Sprachverfalls

Ich bin, weiß Gott, kein Perfektionist. Meine Schmetterling-Mentalität lässt mich meist von einer metaphorischen Blüte zur nächsten hüpfen, dahin, wo es gerade am vielversprechendsten duftet und die buntesten Farben gedeihen. Ich liebe Chaos und Unordentlichkeit und die schönsten Projekte sind jene, die auf den letzten Drücker ihren erfolgreichen Abschluss finden. Es gibt allerdings einen Bereich, in dem ich eine mittlerweile nahezu krankhafte Akribie entwickelt habe: bei der Verwendung und Pflege der deutschen Sprache.
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