Mardermolch

18. Oktober 2012

Thailand

Wir sitzen am Meer im Schatten unter sich im Wind wiegender Mandelbäume. Das Meer plätschert träge Wellen an den schneeweißen Strand heran und strahlt türkis-blau in der Mittagssonne. Doch bis ich hier diese Zeilen schreiben kann, sollte es ein langer und aufregender Weg werden... Als wir am Mittwoch Abend um kurz vor 22 Uhr die Boing 747 der Thai-Airways mit Flugziel Bangkok besteigen, wussten wir noch nicht, dass unsere Ohren in den kommenden vier Tagen einer Dauerbelastung ausgesetzt und mindestens 72 Stunden nicht zur Ruhe kommen werden. Nach 10 Stunden Flug und nur wenig Schlaf, woran die wirklich opulente Filmauswahl an Bord nicht ganz unschuldig war, landeten wir gegen 13 Uhr Ortszeit in Bangkok. Es gibt ein paar Dinge, die stehen offensichtlich in keinem der Thailand-Führer.
19. September 2012

Die Katze, die sich selbst gerettet hat.

Also entweder sind die Redakteure des Lokalteils im OVB schon so verdroßen ob dem Schmarrn, mit dem sie sich täglich rumplagen und ihn abdrucken müssen, oder, und das wäre die angenehme Option, dort sitzen Leute mit besonders schrägem Humor. Nachdem sie mir letzte Woche schon den reisserisch aufpolierten Artikel zu einem im Vergleich harmlosen Verkehrsunfall haben durchgehen lassen, wollte ich mit der Katzenrettungs-Story noch einen drauf setzen und siehe da, auch den veröffentlichen sie fast so, wie ich ihn eingesandt habe1. Vielleicht sollte ich doch nochmal die Geschichte mit den Riesenegeln aus dem Osterbach ‚rauskramen… - See more at: http://www.mardermolch.de/satire/die-katze-die-sich-selbst-gerettet-hat/#sthash.w6wmvBT3.dpuf
23. Juli 2012

Dawn of the Milk

Die Handlung ist noch geheim, aber es wird der erste Heimat-Horrorfilm. In alpenländlicher Kulisse gelangen mutierte Milchviren in den Nahrungskreislauf und verseuchen ein ganzen Dorf, das dadurch zu willenlosen Untoten wird, welche sich gegenseitig aufessen. Eine kleine Gruppe Immuner schlägt sich durch und bekommt es mit den Zombies, als auch mutierten Kühen, Hühnern und Gebirgstrachtlern zu tun. Es kommt Gesellschaftskritik (Nahrungsmittelverschwendung), Nacktheit (gut für’s Geschäft), Splatter und Gespratzel (gut für die Zielgruppe) und vielleicht auch eine Liebesgeschichte drin vor (gut für die Frauenquote.). - See more at: http://www.mardermolch.de/satire/dawn-of-the-milk/#sthash.IdvRJiPr.dpuf
20. Juni 2012

Sommer.

Und irgendwie fühlt er sich so klebrig und feucht, so schwül-heiß und unberechenbar an. Warum wachsen bei uns noch keine Palmen, durch die sich hysterisch kreischende Affen-Horden schwingen, weil der Kater sich einen Spaß daraus macht, ihnen aufzulauern und einen Heidenschrecken einzujagen? Während ich träge in der Hängematte döse, schwitzend, mir mit der zwei Tage alten Zeitung Luft zufächle und abwäge, ob ich den Rausch in Kauf nehme, wenn ich meinen, noch eisigen, Rum trinke solange er kalt ist. Oder ob ich dabei zusehe, wie sich die Eiswürfel in der Hitze langsam auflösen, den Geschmack des Rums verwässern und das Glas in meinen Händen warm wird.
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